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TERRALINGUA INTERNATIONALE ORGANISATIONEN FÜR DEN ERHALT DER SPRACHENVIELFALT AUF DER WELT – Eine internationale Organisation, die sich um den Erhalt der Sprachenvielfalt auf der Welt eintritt und die Verbindungen zwischen kultureller und biologischer Vielfalltigkeit untersucht. Hier eine kurze Liste der Ziele der INTERLINGUA A. TERRA LINGUA ERKENNT AN: - dass die Sprachenvielfalt und ihre verschiedenen Formen ein untrennbarer Teil der kulturellen Vielfalt auf der Welt ist; - dass kulturelle Unterschiede nicht nur miteinander verbunden, sondern oft untrennbar sind; - dass ebenso wie biologische Arten viele Sprachen in Gefahr sind auszusterben, was folgenreich sein kann B. TERRA LINGUA DEKLARIERT: - dass jede Sprache, welche auch immer, bedingungslos ihren Wert hat und deshalb verdient weiter zubestehen, unabhängig von ihrem politischen, demographischen oder sprachlichen Status; - dass es ein menschliches Grundrecht von jedem ist, der einer Sprachgemeinschaft angehört, diese Sprache für seinen Gebrauch zu wählen; - dass solche Entscheidungen über den Gebrauch freiwillig im Geist von Toleranz und gegenseitiger Achtung bezüglich der kulturellen Verschiedenheit – diese Bedingung ist notwendig für das wachsende gegenseitige Verständnis unter den Völkern der Welt und ist eine Anerkennung der gesamten Menschheit. C. DESHALB STREBT TERRALINGUA FOLGENDES AN: Eine Hilfe zum Erhalt und Weiterbestehen der weltweiten sprachlichen Verschiedenheit mit all ihren verschiedenen Formen (Sprachen, Dialekte, Pidgin, Kreols, Gebärden-, rituelle und andere Sprachen) durch wissenschaftliche Erforschung, Programme von sozialer Fortbildung und gemeinschaftlicher Unterstützung. - Studium der Sprachen und Kenntnisse, welche sie beinhalten über diese Sprachgemeinschaften, Anregung der Zusammenarbeit der Gemeinschaften, sprachliche oder kulturelle Gruppen mit wissenschaftlichen und professionellen Organisationen, die am Erhalt der kulturellen und biologischen Verschiedenheit, der Unterstützung ihrer Sprecher in ihrem Recht auf ihre sprachliche Identität interessiert sind. - Einen Beleg der Beziehung zwischen kulturellen und biologischen Verschiedenheiten durch das Begründen von Beziehungen von Arbeit mit wissenschaftlichen oder professionellen Organisationen oder Individuen, die am Erhalt der kulturellen Verschiedenheit interessiert sind (Sprachforscher, Lehrer, Anthropologen, Ethnologen, Kulturologen, Verteidiger von Rechten von Naturvölkern, Geographen von Kulturen, Soziologen u. A.), oder am Erhalt der biologischen Vielfalt (Biologen, Botaniker, Ökologen, Zoologen, Geographen, Ethnobiologen, Ethnoökologen, Naturschützer, Umweltschützer, Bewahrer von Naturschätzen u. A.), mit anderen Worten eine Förderung gemeinsamen Schutzes und Weiterbestehens kultureller und biologischer Vielfalt. - Eine Zusammenarbeit von allen geeigneten Organisationen (soziale und private) auf jeder Ebene (von der örtlichen bis hin zur internationalen) zur Erlangung der obenerwähnten Ziele. Wir, Angehörige der weltweiten Bewegung zum Voranbringen von Esperanto, richten dieses Manifest an alle Regierungen, internationale Organisationen und gutwillige Menschen und erklären unsere Absicht, mit Bestimmtheit auf die oben erwähnten Ziele hinzuarbeiten und ermuntern jede einzelne Organisation und jeden einzelnen Menschen, sich unserem Bestreben anzuschließen. 1887 als Projekt einer Hilfssprache zur Internationalen Kommunikation eingeführt und schnell zu einer lebendigen, nuancenreichen Sprache entwickelt, fungiert Esperanto nun schon über ein Jahrhundert zum Zusammenführen von Menschen über sprachliche und kulturelle Schranken hinweg. Inzwischen haben die Ziele seiner Sprecher nicht an Bedeutung und Aktualität verloren. Weder der weltweite Gebrauch einiger nationaler Sprachen noch die Fortschritte der Kommunikationstechnik noch die Entdeckung neuer Lehrmethoden von Sprachen werden wahrscheinlich jene Grundsätze lösen, die wir als wesentlich betrachten für eine gerechte und wirkungsvolle sprachliche Ordnung. 1. DEMOKRATIE Ein gemeinsames System, das einen Menschen sein Leben lang privilegiert aber an einigen Menschen die Anforderung stellt, sich jahrelang zu bemühen, um einen weniger hohen Grad des Vermögens zu erlangen ist grundsätzlich undemokratisch. Obwohl Esperanto nicht perfekt ist, so wie andere Sprachen auch, schlägt es alle Rivalen aus dem Feld im Bereich der weltweiten demokratischen Kommunikation. Wir versichern, dass eine sprachliche Ungleichheit eine kommunikative Ungleichheit auf jeder Ebene nach sich zieht, eingeschlossen des internationalen Niveaus. Wir sind eine Bewegung zugunsten von einer demokratischen Kommunikation. 2. ÜBERNATIONALE BILDUNG Jede ethnische Sprache ist an eine bestimmte Kultur und Nation(alität) gebunden. Zum Beispiel lernt der Schüler, der Englisch studiert, die Kultur, Erdkunde und Politik des englischsprachigen Landes kennen, hauptsächlich die von Amerika und Großbritannien. Der Schüler, der Esperanto studiert, lernt eine Welt ohne Grenzen kennen, in der jedes Land sich als seine Heimat anbietet. Wir behaupten, dass die Ausbildung in irgend einer ethnischen Sprache an eine bestimmte Sicht über die Welt gebunden ist. Wir sind eine Bewegung für übernationale Bildung. 3. PÄDAGOGISCHE AUSWIRKUNG Nur ein kleiner Prozentsatz derjenigen, die eine fremde Sprache lernen, erlangen eine völlige Beherrschung davon. Eine völlige Kenntnis des Esperanto ist sogar durch ein Selbststudium möglich. Verschiedene Studien belegen propredeutische Effekte beim Erlernen einer anderen Sprache. Man empfiehlt auch Esperanto als einen Kernpunkt in Kursen für das Sprachbewusstsein der Lernenden. Wir behaupten, dass die Schwierigkeit bei den ethnische Sprachen immer ein Hindernis ist für viele Lernende, die jedoch einen Nutzen aus der Kenntnis einer zweiten Sprache ziehen würden. Wir sind eine Bewegung für einen effektiven Sprachunterricht. 4. MEHRSPRACHIGKEIT Die Esperantogemeinschaft ist eine von wenigen weltweiten Sprachgemeinschaften, deren Sprecher ausnahmslos zwei- oder mehrsprachig sind. Jedes Gemeindemitglied übernimmt die Aufgabe, wenigstens eine Fremdsprache bis zur Sprechfertigkeit zu erlernen. Vielfach führt das zu einem Wissen von und zu einer Zuneigung zu mehreren Sprachen und allgemein zu einem weiteren persönlichen Horizont. Wir behaupten, dass die Sprecher aller Sprachen, große und kleine, über eine reale Chance verfügen sollten, sich eine zweite Sprache bis zu einem hohen Kommunikationsniveau anzueignen. Wir sind eine Bewegung zur Bereitstellung dieser Chance. 5. RECHTE AUF DIE SPRACHEN Die ungleiche Verteilung der Machtstellung unter den Sprachen ist ein Rezept für ständige sprachliche Unsicherheit, oder eine direkte sprachliche Unterdrückung bei einem großen Teil der Weltbevölkerung. In der Esperanto-Gemeinsschaft begegnen sich die Sprecher von großen und kleinen, offiziellen und nichtoffiziellen Sprachen auf einem neutralen Terrain dank der gegenseitigen Bereitschaft, Kompromisse zu schließen. Dieses Gleichgewicht unter den Sprachen liefert ein Musterbeispiel zum Entwickeln und Einschätzen von anderen Lösung von sprachlicher Ungleichheit und Sprachkonflikten. Wir behaupten, dass die weitverbreiteten Unterschiede der Machtstellung unter den Sprachen die Garantie der gleichwertigen Behandlung ohne Ansehen der Sprache untergraben, die in so vielen internationalen Dokumenten zum Ausdruck kommt. Wir sind eine Bewegung für Sprachrechte. 6. SPRACHENVIELFALT Die nationalen Regierungen betrachten gerne die große Vielfalt von Sprachen auf der Welt als eine Schranke für die Kommunikation und Entwicklung. Für die Esperantogemeinschaft ist die Sprachenvielfalt jedoch eine beständige und unentbehrliche Quelle von Reichtum. Folglich ist jede Sprache, so wie jede Lebensart, schon für sich selbst wertvoll und beschützens- und unterstützenswert. Wir behaupten, dass die Kommunikations- und Entwicklungspolitik, wenn sie nicht auf Respekt und Unterstützung vor und von allen Sprachen beruht, die Mehrheit der Sprachen auf der Welt zu einem Aussterben verurteilt. Wir sind eine Bewegung für Sprachenvielfalt. 7. MENSCHLICHE EMANZIPIERUNG Jede Sprache befreit und beengt ihre Sprechern, indem sie ihnen die Fähigkeit gibt, untereinander zu kommunizieren, doch die Kommunikation mit anderen verwehrt. Als ein universelles Kommunikationsmittel geplant ist Esperanto eines der großen funktionierenden Projekte der menschlichen Emanzipierung oder ein Projekt, um es jedem Menschen zu ermöglichen, als Individuum an der menschlichen Gemeinschaft teilzunehmen, mit festen Wurzeln in seiner kulturellen und sprachlichen Identität seiner Umgebung, aber nicht darauf begrenzt. Wir behaupten, dass der ausschließliche Gebrauch von Nationalsprachen der Freiheit, sich auszudrücken, zu kommunizieren und sich zu assoziieren, unvermeidlich Schranken setzt. Wir sind eine Bewegung zur menschlichen Emanzipierung. |